
Als ich 1983 zum ersten Mal mit Wing-Tsun in Berührung kam, hatte ich noch keinerlei Erfahrungen im Kampfsport gemacht. Das plötzliche Interessen an der Kampfkunst Wing-Tsun weckte ein alter Freund, der (damals im 5. Schülergrad) mir anhand eines von mir ausgeführten Angriffs das Funktionsprinzips des Wing-Tsun demonstrierte.
Diese Wing-Tsun-Prinzipien waren für mich so beeindruckend, daß ich noch im gleichen Jahr mit meiner Wing-Tsun-Ausbildung begann. 1988 bekam ich die Gelegenheit als Assistenzlehrer in der gleichen renommierten Wing-Tsun-Schule zu unterrichten. Dafür bin ich noch heute meinem Sihing (Kung Fu: älterer Bruder) sehr dankbar. Kurz danach bestand ich die Qualifikation zum Lehrergrad.
Seit 1990 leite ich meine eigenen Wing-Tsun-Schulen in Berlin-Spandau und Charlottenburg, seit 2007 firmieren diese nicht verbandsgebunden unter dem Namen Diamond Wing Tsun.
Meine Aufgaben als Sifu (=Vaterlehrer) sehe ich darin, das Selbstbewußtsein meiner Schüler zu stärken, indem ich jedem die Möglichkeit gebe, seine besonderen Fähigkeiten in der Selbstverteidigung zu erkennen und sie ins alltägliche Leben zu übertragen. Als Sifu trage ich die Verantwortung für meine Schüler, nicht zuletzt weil in einer Kampfkunst immer gefährliche Techniken vermittelt werden. Die Schüler lernen, diese Techniken mit Bedacht einzusetzen, positiv miteinander auszukommen und sich gegenseitig zu respektieren, wie auch anderen Menschen auf diese Weise zu begegnen.